Flächennutzungsplan
In einem Satz
Der Flächennutzungsplan zeigt für das ganze Gemeindegebiet, wofür Flächen langfristig vorgesehen sind – Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft, Grün – und ist die Grundlage für jeden Bebauungsplan.
Ausführlich
Was er zeigt: Der Flächennutzungsplan ist der große Plan für das ganze Gemeindegebiet. Er legt in groben Zügen fest, wofür die Flächen auf lange Sicht gedacht sind: wo gewohnt wird, wo Gewerbe hinkommt, was Landwirtschaft, Wald oder Grünfläche bleibt und wo Straßen oder Gemeinbedarf wie Schulen und Feuerwehr Platz finden. Einzelne Häuser oder Grundstücksgrenzen stehen darin nicht.
Für wen er gilt: Der Flächennutzungsplan bindet die Gemeinde und die Behörden, aber nicht direkt die Bürgerinnen und Bürger. Wer bauen will, braucht dafür einen BebauungsplanBebauungsplanDer Bebauungsplan legt für ein bestimmtes Gebiet verbindlich fest, was dort gebaut werden darf – wie hoch, wie dicht, wo Straßen und Grünflächen liegen – und gilt als Satzung für alle.Mehr dazu → oder eine Baugenehmigung – der Flächennutzungsplan allein gibt kein Baurecht. Er ist aber die Grundlage: Ein Bebauungsplan muss aus ihm entwickelt werden.
Warum er so oft geändert wird: Weil der Flächennutzungsplan langfristig gedacht ist, passt er nicht immer zu dem, was die Gemeinde heute vorhat. Soll aus einer Ackerfläche ein Baugebiet werden, muss zuerst der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Gemeindevertretung beschließt die Änderung, das Land muss sie genehmigen. Meist läuft das gleichzeitig mit dem Bebauungsplan, im sogenannten Parallelverfahren.
Unser Beispiel: Für das Wohngebiet Elkjär hat die Gemeindevertretung die 14. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, zusammen mit dem Bebauungsplan Nr. 21. Am 27. Mai 2025 gab es den Entwurfs- und Veröffentlichungsbeschluss, am 14. Oktober 2025 den abschließenden Beschluss – jeweils einstimmig. Dass es schon die 14. Änderung ist, zeigt: Der Plan wächst mit der Gemeinde.